Was zeigt ein wanderndes Radarecho, und wie wird daraus ein Plot? Das Video erklärt in gut 22 Minuten und 43 kurzen Kapiteln die Relativbewegung, Head-up und North-up, CPA, TCPA und die Kurslinienkreuzung und konstruiert danach das Bewegungsdreieck mit Eigen- und Gegnervektor. Gerechnet wird durchgehend an Aufgabe 2 „Kreuzer von Steuerbord“ aus unseren Plotaufgaben. Das Video läuft ohne Ton, alle Erklärungen sind eingeblendet.
Tipp: Leg dir den Head-up-Vordruck, Bleistift, Lineal und Zirkel bereit, halte das Video bei jedem Schritt an und zeichne mit. Am besten auf Tablet oder PC ansehen, auf dem Smartphone sind die Beschriftungen im Video klein.
22:02 Minuten · 43 Kapitel · ohne Ton
Die Athene steuert rwK 250° mit 6 kn Fahrt durchs Wasser, das Radar steht auf Head-up. Beobachtet wird ein Echo um 10:20 Uhr in Radarseitenpeilung 045° auf 8,0 sm und um 10:32 Uhr in 048° auf 5,0 sm. Bei beiden Peilungen lag rwK 250° an.
| Relativweg OB in 12 Minuten (0,2 h) | ≈ 3,02 sm |
| Relative Geschwindigkeit | ≈ 15,1 kn |
| CPA, kleinster Passierabstand | ≈ 0,69 sm |
| TCPA ab 10:32 Uhr | ≈ 19,7 min |
| CPA-Uhrzeit, Passierseite | ≈ 10:52 Uhr, Stb achterlich |
| Kreuzung der eigenen Kurslinie (CL) | ≈ 1,08 sm achteraus, 10:55 Uhr |
| Eigenweg WA in 0,2 h | 1,2 sm |
| Wahrer Weg WB in 0,2 h | ≈ 2,24 sm |
| Kurs von B (240° + 250° − 360°) | ≈ rwK 130° |
| Fahrt durchs Wasser von B | ≈ 11,2 kn |
North-up: Dein Schiff fährt rwK 000° mit 6 kn. Um 10:00 Uhr steht ein Echo in rwP 045° auf 8 sm, um 10:12 Uhr dasselbe Echo in rwP 045° auf 6 sm. Was folgt aus der gleichbleibenden Peilung? Wie schnell nähert sich das Echo relativ, und wann läge der CPA?
Das Echo wandert auf der Peillinie genau auf den Mittelpunkt zu: Bei unveränderten Bewegungen ist der CPA = 0 sm, es besteht Kollisionsgefahr.
Relativweg 2 sm in 12 Minuten = 0,2 h, also 2 : 0,2 = 10 kn relative Geschwindigkeit.
Ab 10:12 Uhr bleiben 6 sm : 10 kn = 0,6 h = 36 Minuten, der CPA läge um 10:48 Uhr.
Hier stehen alle Erklärungen aus dem Video zum Nachlesen. Mit „Ab hier abspielen“ springst du an die passende Stelle.
Was zeigt ein wanderndes Radarecho?
Wir erklären jeden Punkt und jeden Pfeil und lösen anschließend eine vollständige Aufgabe.
Am besten auf Tablet oder PC ansehen: Auf dem Smartphone sind Beschriftungen klein. Zum Nachzeichnen pausieren.
Ohne Ton · Schematische Darstellung · Rechenwerte werden erst am Ende gerundet.
Ein Radargerät sendet elektromagnetische Impulse aus und empfängt reflektierte Signale.
Aus Laufzeit und Antennenrichtung entstehen Abstand und Richtung eines Echos.
Ein Echo allein verrät noch nicht den Kurs und die Geschwindigkeit des anderen Schiffs.
Schiffe, Tonnen und Küsten können Echos liefern. Ein Echo muss zunächst richtig zugeordnet werden.
Wir verwenden hier eine relative Darstellung: Das eigene Schiff A bleibt in der Bildschirmmitte.
Bewegt sich A, wird diese Eigenbewegung im Radarbild mitgeführt.
Darum kann auch eine fest verankerte Tonne über das Radarbild wandern.
Bildorientierung und Bewegungsart sind unterschiedliche Einstellungen.
Links bewegen sich A und B im Wasser. Rechts beobachten wir dieselbe Begegnung von A aus.
A bleibt rechts in der Mitte. Nur die Lage von B relativ zu A wird dargestellt.
Beide Bilder zeigen die vollständige Passage bei gleichbleibenden Bewegungen. Danach folgen eine Pause und die gekennzeichnete Wiederholung.
Für dieses Modell gelten konstante Geschwindigkeiten und kein Strom.
Die Relativbewegung ist die Bewegung des anderen Schiffs, nachdem unsere eigene Bewegung abgezogen wurde.
Ein Echo kann deshalb nach achtern wandern, obwohl das andere Schiff selbst vorwärts fährt.
Die Richtung der Echowanderung ist noch nicht der wahre Kurs von B.
Erst mit dem Eigenvektor können wir die wahre Bewegung von B zurückgewinnen.
Zu jeder Beobachtung gehören drei Angaben: Uhrzeit, Peilung und Abstand.
Zusätzlich brauchen wir unseren eigenen Kurs und unsere Geschwindigkeit im selben Zeitraum.
Beobachtungen notieren, denselben Maßstab beibehalten und das Echo eindeutig verfolgen.
Eine falsche Uhrzeit oder ein vertauschtes Echo verändert die gesamte Lösung.
Eine Seemeile (sm) ist eine Strecke von 1.852 Metern.
Ein Knoten (kn) bedeutet eine Seemeile pro Stunde.
Geschwindigkeit wird erst durch die Beobachtungsdauer zu einer Strecke, die wir in den Plot zeichnen können.
Keine Knoten als Streckenlänge auf der Radarspinne eintragen.
Bei Head-up zeigt die Vorausrichtung des eigenen Schiffs nach oben.
000° bedeutet voraus, 090° Steuerbord, 180° achteraus und 270° Backbord.
Die Radarseitenpeilung (RaSP) wird im Uhrzeigersinn von unserer Vorausrichtung aus gemessen.
Head-up bedeutet nicht automatisch, dass geografisch Nord oben liegt.
Bei North-up ist das Bild nordstabilisiert. Oben liegt Nord.
Peilungen können deshalb als rechtweisende Peilungen (rwP) in die nordorientierte Zeichnung übernommen werden.
Unsere Kurslinie zeigt im eigenen Kurswinkel; sie muss nicht nach oben zeigen.
Auch ein North-up-Bild kann eine relative Bewegungsdarstellung sein.
Rechtweisender Kurs (rwK) von A: 250°. Radarseitenpeilung zu B: 045°.
Die Richtung zu B ist damit 250° + 45° = 295° gegen geografisch Nord.
Ergebnisse auf den Kreis von 000° bis unter 360° zurückführen.
Beispiel über 360°: 340° + 050° = 390° → 030°.
Die einfache Auswertung setzt für den betrachteten Zeitraum gleichbleibende Bewegungen voraus.
Eine Kurs- oder Fahrtänderung des eigenen Schiffs verändert die Echowanderung. Gleiches gilt für ein Manöver von B.
Dann gehören Beobachtungen vor und nach dem Manöver nicht ohne Weiteres auf dieselbe Relativgerade.
Ein gerader Strich ist ein Bewegungsmodell, keine Garantie für das weitere Verhalten des anderen.
Zwei Punkte bestimmen immer eine Gerade. Ein Messfehler ist daran noch nicht zu erkennen.
Eine weitere Beobachtung hilft zu prüfen, ob das Echo weiterhin ungefähr auf derselben Relativlinie wandert.
Abweichungen können auf Messfehler, Gieren oder ein Manöver hinweisen.
Regelmäßig weiter beobachten. Aus wenigen Radarwerten keine unbegründete Sicherheit ableiten.
A ist das eigene Schiff im Mittelpunkt. O bezeichnet die erste Beobachtung des Echos.
B ist der Punkt der zweiten Beobachtung; das beobachtete Schiff nennen wir ebenfalls B.
W ist ein später konstruierter Hilfspunkt für das Bewegungsdreieck. Die Buchstaben sind keine zusätzlichen Schiffe.
Die Bezeichnungen entsprechen dem Plotverfahren auf Nautik-Trainer.
Vorlage: Aufgabe 2 „Kreuzer von Steuerbord“ auf Nautik-Trainer.
Unser Schiff Athene läuft rwK 250° mit Fahrt durchs Wasser 6 kn. Radar: Head-up.
Beobachtungen: 10:20 Uhr 045° / 8,0 sm; 10:32 Uhr 048° / 5,0 sm.
Für die Rechnung gleichbleibender eigener Kurs; gemeinsame gleichförmige Strömung bzw. kein Strom.
Auf dem Head-up-Vordruck zählt der Winkel von oben im Uhrzeigersinn.
Auf dem Strahl 045° messen wir vom Mittelpunkt 8,0 sm ab. Dort liegt O.
Den Punkt sofort mit der Uhrzeit 10:20 Uhr beschriften.
Winkel und Entfernung beziehen sich immer auf das eigene Schiff A im Mittelpunkt.
Zwölf Minuten später messen wir 048° und 5,0 sm.
Den zweiten Punkt vom Mittelpunkt aus bei 048° und 5,0 sm eintragen. Nicht von O aus messen.
Wir sehen: Der Abstand nimmt ab; die Seitenpeilung hat sich nur wenig geändert.
Gleicher Maßstab und gleicher Kursbezug für beide Punkte.
Der Pfeil von O nach B ist der Relativweg im Beobachtungszeitraum.
Die Linie über B hinaus verlängern. Sie zeigt die mögliche weitere Echobahn bei unveränderter Bewegung.
Die Pfeilrichtung geht von der älteren zur jüngeren Beobachtung.
Eine Verlängerung ist eine Vorausberechnung unter Annahmen.
Vom Mittelpunkt A das Lot auf die verlängerte Relativlinie fällen: eine Verbindung im rechten Winkel.
Der Lotfuß ist die Stelle, an der das Echo dem Mittelpunkt auf dieser Geraden am nächsten kommt.
Die Strecke vom Mittelpunkt zum Lotfuß ist der kleinste vorausberechnete Passierabstand.
Lot bedeutet: Die Verbindung steht senkrecht auf der Relativlinie.
CPA = Closest Point of Approach: kleinster Passierabstand bei unveränderten Bewegungen.
Im Beispiel messen bzw. berechnen wir ungefähr 0,69 sm.
Das ist eine Entfernung. Ob sie in der konkreten Lage ausreichend ist, hängt auch von Sicht, Verkehr, Manövrierraum und Messunsicherheit ab.
Es gibt hier keinen pauschal garantierten sicheren CPA-Wert.
Die Beobachtungsdauer beträgt 10:32 minus 10:20 = 12 Minuten.
Geschwindigkeiten in Knoten verwenden Stunden. Daher teilen wir die Minuten durch 60.
12 / 60 = 0,2 Stunden. Zwölf Minuten sind nicht 0,12 Stunden.
Diese Umrechnung wird später für alle Bewegungsvektoren benötigt.
Wir haben etwa 3,02 sm Relativweg in 0,2 Stunden beobachtet.
Weg geteilt durch Zeit ergibt die Geschwindigkeit der Echowanderung.
Diese relative Geschwindigkeit kann deutlich größer sein als unsere eigene Fahrt oder die Fahrt des anderen Schiffs.
Mit ungerundeten Zwischenwerten weiterrechnen; zeichnerische Ergebnisse entsprechend angemessen runden.
Die jüngste Beobachtung B wurde um 10:32 Uhr gemacht.
Für die noch verbleibende Zeit messen wir entlang der Relativlinie von B zum Lotfuß.
Diese Reststrecke beträgt im Beispiel ungefähr 4,95 sm.
Wer die Strecke ab O verwendet, rechnet ab 10:20 Uhr und erhält eine andere Zeitspanne.
TCPA = Time to Closest Point of Approach: verbleibende Zeit bis zur dichtesten Annäherung.
Reststrecke durch relative Geschwindigkeit teilen: etwa 4,95 sm / 15,09 kn.
Das Ergebnis in Stunden anschließend mit 60 in Minuten umrechnen.
Ein negativer Wert würde bedeuten, dass der berechnete CPA bereits in der Vergangenheit liegt.
Die zweite Beobachtung ist um 10:32 Uhr. Bis zum CPA verbleiben etwa 19 Minuten 41 Sekunden.
Daraus folgt eine CPA-Uhrzeit von ungefähr 10:51:41 Uhr, gerundet 10:52 Uhr.
TCPA ist eine Dauer. Die CPA-Uhrzeit ist ein Zeitpunkt.
Die Uhrzeit gilt nur bei unveränderten Bewegungen und zutreffenden Messungen.
Im Head-up-Bild ist rechts Steuerbord und links Backbord.
Der Lotfuß liegt hier rechts und etwas hinter dem Mittelpunkt: B liegt beim CPA steuerbord achterlich von A.
Diese Aussage beschreibt die relative Lage beim CPA. Sie ist kein Ausweichmanöver.
Nicht die Lage des ersten Echos mit der Lage beim späteren CPA verwechseln.
CL = Crossing Line: Schnittpunkt der Relativbahn mit unserer eigenen Kurslinie.
Im Beispiel liegt er rund 1,08 sm achteraus und wird etwa 22,97 Minuten nach 10:32 Uhr erreicht.
B kreuzt die Kurslinie somit ungefähr um 10:55 Uhr hinter uns. Dieser Punkt ist nicht der CPA.
CPA und Kurslinienkreuzung beantworten verschiedene Fragen.
Der Relativweg allein enthält noch unsere eigene Bewegung.
Unser Schiff legt in zwölf Minuten bei 6 kn genau 1,2 sm durchs Wasser zurück.
Diesen Eigenweg brauchen wir, um den Bewegungsvektor des anderen Schiffs zu konstruieren.
Alle drei Seiten des Bewegungsdreiecks müssen denselben Zeitraum darstellen.
Auf der Seite wird der Hilfspunkt W rückwärts vom ersten Beobachtungspunkt O aus konstruiert.
Der Pfeil W → O zeigt dann wieder in unsere tatsächliche Fahrtrichtung.
So können wir vom Punkt W aus unseren Eigenweg und danach den Relativweg aneinanderhängen.
Das Zurücktragen konstruiert einen Hilfspunkt. Unser Schiff fährt dadurch nicht rückwärts.
In Head-up liegt unsere Fahrtrichtung nach oben.
Von O aus 1,2 sm genau nach unten abtragen. Das ist die Gegenrichtung unseres eigenen Kurses.
Der neue Punkt heißt W. Die Strecke W → O ist unser Eigenvektor WA, hier parallel zur Kurslinie.
WA ist die Bezeichnung des Eigenvektors. Gezeichnet wird er in dieser Konstruktion von W nach O.
Der Pfeil W → B ist der wahre Weg des beobachteten Schiffs im gleichen Zeitraum.
Warum? Der Eigenweg W → O plus Relativweg O → B endet genau im Punkt B.
Im Beispiel hat WB eine Länge von ungefähr 2,24 sm.
Hier wird mit Fahrt durchs Wasser gearbeitet; der Wasserbezug gilt auch für den gewonnenen Gegnervektor.
Die Länge von WB entspricht der Strecke des anderen Schiffs in zwölf Minuten.
Wir teilen sie wie zuvor durch 0,2 Stunden.
Damit erhalten wir ungefähr 11,18 kn Fahrt durchs Wasser für B.
Nicht den Relativweg OB für diese Rechnung verwenden.
Im Head-up-Plot zeigt WB in die Seitenrichtung von etwa 240,21°.
Um daraus einen rechtweisenden Kurs zu machen, addieren wir unseren rwK von 250°.
490,21° liegt außerhalb des Vollkreises: 360° abziehen ergibt etwa 130,21°.
Gerundet zeichnerisch etwa rwK 130°. Richtung immer entlang des Pfeils W → B ablesen.
Relativgeschwindigkeit etwa 15,09 kn; CPA etwa 0,69 sm.
TCPA ab 10:32 Uhr etwa 19,69 Minuten; CPA-Uhrzeit rund 10:52 Uhr.
Wahrer Kurs von B etwa 130°; Fahrt durchs Wasser etwa 11,18 kn. Kurslinienkreuzung rund 1,08 sm achteraus.
Die Zahlen wurden aus den Beobachtungswerten der Website rechnerisch kontrolliert.
Für O gilt rwP = 250° + 045° = 295°. Für B gilt rwP = 250° + 048° = 298°.
In North-up werden diese rechtweisenden Peilungen gegen Nord eingetragen.
Auch unser Eigenvektor muss nun parallel rwK 250° verlaufen. Nur die Darstellung dreht sich; Entfernungen und Ergebnisse bleiben gleich.
Bildorientierung darf die physikalische Begegnung nicht verändern.
Beispiel: Beim ersten Messen liegt rwK 250° an, beim zweiten nur 246°. Die zweite RaSP beträgt 048°.
Zuerst auf Nord beziehen: 246° + 048° = 294°.
Auf den ursprünglichen Kursbezug 250° zurückgerechnet sind das 044°, nicht 048°.
Voraussetzung ist ein konsistentes Plotverfahren. Auch die tatsächliche Eigenbewegung muss zum Modell passen.
Bei gemeinsamer gleichförmiger Strömung hebt sich derselbe Strom in der Relativbewegung der beiden Schiffe auf.
Verwenden wir den Eigenvektor durchs Wasser, erhalten wir auch die wahre Bewegung von B durchs Wasser.
Ein grundbezogener Eigenvektor liefert dagegen eine grundbezogene Bewegung. Die Bezüge nicht mischen.
Bei einer fest verankerten Tonne kann daraus unter passenden Annahmen der Strom abgeleitet werden.
Ein Kurs- oder Geschwindigkeitswechsel verändert den bisherigen Plot.
Die alte Relativgerade kann danach nicht unverändert weiterbenutzt werden. Neue Beobachtungen sammeln und die Lage erneut beurteilen.
Die tatsächliche Wirkung eines Manövers muss kontrolliert werden.
Ein Probemanöver ist eine Vorausberechnung; die Nachkontrolle bleibt erforderlich.
CPA und TCPA helfen, eine Annäherung zu beurteilen. Sie entscheiden nicht allein über das richtige Manöver.
Sichtverhältnisse, geltende Ausweichregeln, Verkehr und Manövrierraum gehören zur Beurteilung.
Bei verminderter Sicht gelten besondere Regeln. Die Regeln für Fahrzeuge in Sicht nicht unbesehen übertragen.
Lernziel dieses Videos ist die Plotkonstruktion; Ausweichregeln werden in einem eigenen Lehrvideo erklärt.
Minuten als Dezimalstunden verwenden; bei B vom Punkt O statt vom Mittelpunkt messen.
OB mit WB verwechseln oder W in die falsche Richtung abtragen.
Head-up-Winkel als rechtweisenden Kurs ausgeben; TCPA ab dem falschen Beobachtungszeitpunkt zählen.
Vor jeder Rechnung fragen: Welche Strecke? Welche Zeit? Welcher Richtungs- und Geschwindigkeitsbezug?
North-up: Unser Schiff fährt rwK 000° mit 6 kn.
10:00 Uhr: Echo in rwP 045° bei 8 sm. 10:12 Uhr: gleiches Echo in rwP 045° bei 6 sm.
Was folgt aus der gleichbleibenden Peilung? Wie schnell nähert sich das Echo relativ? Wann läge der CPA?
Video pausieren. Erst selbst zeichnen; die Lösung folgt im nächsten Kapitel.
Das Echo bewegt sich auf der Peillinie zum Mittelpunkt: Im unveränderten Modell ist CPA = 0 sm.
In zwölf Minuten werden relativ 2 sm zurückgelegt: 2 / 0,2 = 10 kn.
Ab 10:12 Uhr bleiben 6 sm / 10 kn = 0,6 h = 36 Minuten. CPA-Uhrzeit wäre 10:48 Uhr.
Diese Kontrollaufgabe nutzt andere Daten als das vorherige Hauptbeispiel.
RaSP: Radarseitenpeilung. rwP: rechtweisende Peilung. rwK: rechtweisender Kurs.
OB: Relativweg. W: Hilfspunkt. WA: Eigenvektor. WB: wahrer Weg des beobachteten Fahrzeugs.
CPA: kleinster Passierabstand. TCPA: Zeit bis dorthin. CL: Kreuzung der eigenen Kurslinie.
sm = Seemeilen · kn = Seemeilen pro Stunde · FdW = Fahrt durchs Wasser.
Mit einer leichten Aufgabe beginnen und zunächst nur O, B, Relativlinie und CPA konstruieren.
Danach TCPA und Bewegungsdreieck ergänzen. Die Musterlösung erst nach dem eigenen Versuch aufdecken.
Fehler gezielt vergleichen: Punktlage, Pfeilrichtung, Zeitumrechnung oder Richtungsbezug.
Vordrucke und schrittweise Musterlösungen stehen auf der Website bereit.
Fang mit einer leichten Aufgabe an und konstruiere zuerst nur O, B, die Relativlinie und den CPA. Danach ergänzt du TCPA und das Bewegungsdreieck. Die Musterlösung erst nach dem eigenen Versuch aufdecken.
Erklärvideo und Grafiken: eigene Darstellungen von Nautik-Trainer, schematisch, Übungswerte nicht zur Navigation. Weiterführend: MCA MGN 379, Einsatz elektronischer Navigationshilfen · DSV, Nautische Formelsammlung Navigation. Prüfungsangaben ohne Gewähr.