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Rettung aus dem Wasser, Unterkühlung und Ausrüstung

Ein Mensch im Wasser hat oft nur wenige Minuten. Diese Seite zeigt, wie der Körper im kalten Wasser reagiert, welche Rettungsmethoden sich bei praktischen Versuchen bewährt haben und welche Ausrüstung im Ernstfall hilft.

Was im kalten Wasser passiert

Eine Rettungsweste verlangsamt die Unterkühlung, hält den Kopf über Wasser und ist bei vielen Rettungsverfahren die Voraussetzung, um überhaupt jemanden bergen zu können.

Richtiges Verhalten im Wasser

Rettungsmethoden im Praxisversuch

Bei einem Versuch mit einer Person im Trockenanzug und Rettungsweste (Wasser 14 °C, ruhige See) wurden mehrere Verfahren an derselben Yacht getestet. Die wichtigsten Ergebnisse:

VerfahrenErgebnis
Feste BadeleiterGeht gut, wenn die Person noch bei Kräften ist. Eine große, voll aufgeblasene Weste (275 N) erschwert das Greifen der Holme, etwas Luft ablassen half. Nur eingehängte Leitern lösen sich leicht bei Seegang.
Lifesling (Rettungsschlaufe)Die Person im Wasser muss den Gurt selbst umlegen. Das Hieven verläuft dann schmerzfrei.
Anheben an der Bergeschlaufe der WesteFür die Person sehr unangenehm (starke Belastung des Rückens). Der Versuch wurde abgebrochen.
Rundschlinge (Rettungsschlinge)Wird unter den Armen durchgeführt, zwei Personen ziehen. Geht auch bei passiven Personen.
Rundschlinge mit SchaufeltrageFür die Person die angenehmste Methode. Bei hohem Freibord (Heck) sind drei Helfer an Deck nötig. Achtung: Bei Seegang kann die Person unter das stampfende Heck geraten.
Seitenpforte eines RettungsbootsErleichtert die Rettung deutlich, weil nur 15–20 cm Höhenunterschied zu überwinden sind.
Die Eigensicherung der Helfer hat Vorrang. Wer ungesichert hinterherspringt, gefährdet ein zweites Leben. Je mehr Personen zu retten sind, desto geringer sind die Erfolgschancen.

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