Persönliche Sicherheit an Bord
Schwimmen und Rettungsweste
Wer Wassersport treibt, sollte schwimmen können. Nichtschwimmer und Kinder legen die Rettungsweste vor dem Betreten des Bootes an und tragen sie bis zum Ende der Fahrt – bei jedem Wetter. Sicherheitsbewusste Crews tragen sie auch als gute Schwimmer.

Bekleidung
- Warme Kleidung am besten doppelt mitnehmen. Schon unter +15 °C Lufttemperatur kann man durch Wind auskühlen.
- Griffbereit: Windjacke, Kopfschutz, Handschuhe, Sonnenschutz, rutschfeste Schuhe.
- Im Wasser droht schnell Unterkühlung: Bei +10 °C Wassertemperatur ist man ohne Schutzkleidung nur etwa 10 Minuten handlungsfähig. Schutz bieten Trocken- oder Neoprenanzug.
- Kleidung im Wasser anbehalten – sie isoliert.
Kinder an Bord
- Immer Kinder-Rettungswesten – auch an Land am Wasser. Kleine Kinder zusätzlich mit einer Leine sichern.
- Bei Manövern und in gefährlichen Situationen an geschützten Platz oder unter Deck.
- Streichhölzer, spitze Gegenstände und Medikamente kindersicher verstauen; rutschfeste Schuhe.
- Im Schlauch- oder Ruderboot nie mehr Kinder als Erwachsene.
Alkohol
| Grenze | Folge |
|---|---|
| 0,25 mg/l Atemalkohol bzw. 0,5 ‰ Blutalkohol | Führen verboten – Ordnungswidrigkeit (Bußgeld), ggf. Entzug des Sportbootführerscheins oder Fahrverbot |
| 1,1 ‰ | absolute Fahruntüchtigkeit – Straftat, kann auch den Autoführerschein kosten |
| 1,6 ‰ | Behörde kann eine MPU anordnen |
Die Grenzen gelten für alle, die das Fahrzeug führen oder Kurs und Geschwindigkeit bestimmen – auf Binnen- und Seeschifffahrtsstraßen. Am besten ganz verzichten.
Helfen ist Pflicht
Hilfe leisten – besonders in Seenot – ist oberste Pflicht; unterlassene Hilfeleistung ist strafbar. Kann man nicht selbst helfen, sofort Hilfe alarmieren:
- Seenot: Rettungsleitstelle See / MRCC Bremen der DGzRS – UKW Kanal 16 und 70 (DSC), Rufname „BREMEN RESCUE“; Telefon 124 124 (nur Küstennähe, deutsche Mobilfunknetze, übermittelt beim Smartphone den Standort) bzw. +49 421 536870.
- Außerdem: Revier- und Verkehrszentralen, Wasserschutzpolizei, Wasserstraßen- und Schifffahrtsämter, Küstenfunkstellen, Schleusen, Hafenmeister, DLRG, DRK-Wasserwacht, andere Fahrzeuge, Kurverwaltungen.
