Der Anker hält nur, wenn der Zug möglichst flach am Grund ankommt. Dafür braucht es genug Kette oder Leine im Verhältnis zur Tiefe. Der Rechner nutzt die üblichen Faustregeln aus der Seemannschaft.
Als Faustwert für die Prüfung gilt: Ankerkette mindestens das Dreifache, Ankerleine mindestens das Fünffache der Wassertiefe. In der Praxis rechnet man genauer mit der Höhe vom Grund bis zum Bugbeschlag, bei Tidengewässern bezogen auf den höchsten Wasserstand während der Ankerzeit, und gibt bei mehr Wind mehr Länge.
| Bedingungen | Kette | Leine mit Kettenvorlauf |
|---|---|---|
| ruhig (Mindestwert, so auch im Sportbootführerschein) | 3-fach | 5-fach |
| normal | 4-fach | 6-fach |
| viel Wind, Schwell, über Nacht | 5-fach und mehr | 8-fach und mehr |
Das sind Faustwerte. Wichtiger als jede Zahl ist, dass der Anker eingefahren wird und hält. Prüfe nach dem Einfahren mit Peilungen an Land, ob das Boot an seinem Platz bleibt. Der Schwojkreis zeigt, wie viel Platz das Boot beim Drehen um den Anker braucht. Halte Abstand zu anderen Booten, Ufern und Untiefen.
Mehr zum Ablauf: Ankern mit Bootsfilm.
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