Schnelle Motoryacht rammt Windsurfer
Eine 22 Meter lange Motoryacht erhöhte innerhalb von vier Minuten die Geschwindigkeit von etwa 17 auf über 38 Knoten und rammte etwa einen Kilometer vor der Küste einen Windsurfer. Der Surfer wurde am Kopf und an beiden Beinen erheblich verletzt. Die Sicht vom Steuerstand war stark eingeschränkt (Sichtblockaden 52–64° statt höchstens 30°). Der Ausguck hielt sich im Salon auf.
- Auch wer Kurs und Fahrt beibehalten darf, muss ständig Ausguck halten und mit sicherer Geschwindigkeit fahren.
- Bei eingeschränktem Sichtfeld an der Fahrposition einen zusätzlichen Ausguck einteilen und die Geschwindigkeit anpassen.
- Auf Küstengewässern gelten teils abweichende Ausweichregeln (Seeschifffahrtsstraßen-Ordnung). Nach dieser sind Segelsurfer gegenüber anderen Fahrzeugen ausweichpflichtig, nach den internationalen Regeln weichen Maschinenfahrzeuge Segelfahrzeugen aus. Wer sich nicht sicher ist, welche Regel gerade gilt, fährt vorsichtig und mit Abstand.
- Surfer und Wassersportler sollten die unterschiedlichen Regeln kennen.
Ausguck ist kein Zusatz, sondern Daueraufgabe – mit Autopilot, im Rennen, bei Nebel, auch auf schnellen Motorbooten.
Ausguck ist kein Zusatz, sondern Daueraufgabe – mit Autopilot, im Rennen, bei Nebel, auch auf schnellen Motorbooten.
