Hausboot verhakt sich beim Schleusen (England)

Ausgangslage: Eine Familie machte zum ersten Mal Urlaub auf einem gemieteten, 20 Meter langen Hausboot auf einem englischen Kanal. Am zweiten Tag durchfuhren sie mehrere Schleusen erfolgreich.
Unfall: In einer weiteren Schleuse öffneten sie die Schütze des unteren Tors, damit das Wasser ablaufen konnte. Das Boot trieb dabei zum oberen Tor und sein Heck blieb auf der unter Wasser liegenden Schleusenschwelle (der „Cill“) hängen. Während das Wasser weiter sank, tauchte der Bug immer tiefer ein.

Ein Familienmitglied an Land schloss sofort die Schütze wieder, doch der vordere Teil des Bootes war da schon vollständig geflutet. Die Vermietfirma wurde informiert, die Familie wurde kurz danach von Bord geholt. Ein spezialisiertes Bergungsunternehmen holte das Boot einige Stunden später aus der Schleuse.
Lehren
- Cill-Markierungen beachten: An den Schleusenwänden sind meist Markierungen für die unter Wasser liegende Schwelle angebracht.
- Boot mittig in der Schleusenkammer halten und nicht zu nah an die Tore heranfahren.
- Schütze langsam öffnen, damit das Wasser gleichmäßig abläuft und das Boot nicht durch Strömung und Verwirbelung bewegt wird.
- Lange Boote brauchen besondere Vorsicht: Bei ihnen kann der Abstand zu den Schleusentoren an beiden Enden weniger als einen halben Meter betragen.
- Vor der ersten Fahrt Einweisung der Vermietfirma ernst nehmen und sich mit dem jeweiligen Kanal- und Schleusennetz vertraut machen, da sich Bauweisen unterscheiden.
