Charter- und Ausbildungsyacht: Großschot ausgerauscht
Zu Beginn einer Ausbildungsreise löste sich nach einer Wende die Großschot bis zum Mast. Bootsführer und Stellvertreter gingen ungesichert nach vorn, um sie zu klarieren. Auf dem Rückweg stürzte der Stellvertreter über Bord. Mitsegler hielten ihn an der Weste an der Bordwand fest, doch beim Hochziehen rutschte die Weste über seinen Kopf. Eine klappbare, nicht am Rumpf befestigte Badeleiter ließ sich nicht richtig montieren, ein Gelenk brach. Der Bootsführer, der sich am Achterstag gesichert hatte, ging ebenfalls über Bord und kam nur mit Mühe zurück. Der Verunfallte trieb ab, ohne Bewusstsein. Der Notalarm wurde einer nicht ausgebildeten Person überlassen, Notsignale wie Dauerton, Leuchtrakete oder Rauchsignal wurden nicht eingesetzt. Ein Fischkutter stellte schließlich eine Leinenverbindung her.
- Segel vom Cockpit aus bedienen, Vorschiffsarbeit möglichst durch gesicherte Personen.
- Immer sichern, auch für kurze Wege und auch bei „nur einer schnellen Handreichung“.
- Feste Wiedereinstiegsleiter, die vom Wasser aus bedienbar ist. Nicht verlassen auf mobile Leitern.
- Notalarm und Funk gehören in die Hände einer Person, die sie bedienen kann. Bei der Charterübergabe die Bedienung zeigen lassen.
- Bei Charterschiffen bei der Übergabe Bergemittel und Manöver durchsprechen und auf Besonderheiten wie ungewöhnliche Schotführungen hinweisen.
- Notsignale wie Typhon-Dauerton, Rakete oder Rauch nicht vergessen.
