Gästefahrt mit Alkohol, ohne Reling, ohne Weste
Bei einer Gästefahrt mit elf Passagieren lief eine Yacht trotz Starkwindwarnung bei 4–6 Bft aus. Als er das Rahsegel setzte, stürzte der Bootsführer vom schmalen Gang neben dem Aufbau ins Wasser. Dort fehlte eine Reling. Er trug keine Rettungsweste, war mit Lederstiefeln und langem Mantel bekleidet und hatte etwa 1,5 Promille im Blut. Ein Rettungsmanöver war auf dem Schiff nie geübt worden. Der Rettungsring erreichte ihn nicht und trieb später ab. Er ging unter.
- Bei Starkwindwarnung nicht mit Gästen auslaufen.
- Passende Kleidung: Stiefel und schwere Mäntel ziehen im Wasser herunter und behindern das Schwimmen.
- Feste Reling oder Strecktaue dort, wo an Deck gearbeitet wird.
- Person-über-Bord-Manöver üben – mit dem konkreten Schiff und seiner Besatzung.
- Die Sicht nach vorn kann durch Segel oder Aufbauten schlecht sein. Zwei Beobachter einteilen, die die Person im Wasser nicht aus den Augen lassen.
