Weitere Autopilot-Unfälle und Regeln zum Autopiloten
Auf dem Nord-Ostsee-Kanal verlässt ein allein segelnder Skipper das Cockpit. Die Yacht kollidiert mit einem Forschungsschiff. Einhandsegler sollten in der Reisevorbereitung kurze Stopps einplanen, denn ein Kanalgang dauert lang. Autopiloten sind dort für Sportboote grundsätzlich nicht erlaubt.
Ein Pinnenpilot lenkte eine Yacht zu dicht an ein festliegendes Binnenschiff, weil der Kompass durch große Stahlmassen abgelenkt wurde. Die Mitseglerin hätte Bootshaken oder Steuern übernehmen können, doch der Skipper delegierte nicht.
Eine Segelyacht fuhr auf einen Dalben, weil der Skipper das Cockpit verließ, um Leinen klarzumachen, und die Sensorik des Autopiloten gestört war. Wäre das Steuer besetzt geblieben, wäre nichts passiert.
Regeln für den Autopiloten
Ausguck immer sicherstellen, auch mit Autopilot.
Je enger das Gewässer, desto schneller muss jemand auf Handsteuerung wechseln können.
Stahlmassen (andere Schiffe), Kabel und Brücken können den Kompass stark ablenken und heftige Kursänderungen auslösen.
Auf Segelyachten bei achterlichem Wind nur mit äußerster Vorsicht und idealerweise zusätzlich mit Bullenstander.
Segel erst trimmen, dann den Autopiloten einschalten.
Technische Grenzen des Systems, Kalibrierung und Einstellungen kennen. Software regelmäßig aktualisieren.
In Situationen, die schnelles, konzentriertes Steuern verlangen, den Autopiloten ausschalten.