Angelfahrt mit dem Motorboot: Wasser unbemerkt im Boot
Sechs Personen fuhren zum Dorschangeln vor Rügen. Nur der Eigner hatte Motorbooterfahrung, eine Einweisung gab es nicht, Rettungswesten trug niemand. Die meisten Angler standen auf einer Seite in der Plicht, das Boot krängte. Über eine nachträglich vom Eigner in die Bordwand geschnittene Lenzöffnung, die nur eine Gummilippe verschloss, lief unbemerkt Wasser ein. Zusätzlich drang Wasser über die Plattform am Heck in den Motorraum. Die Hecklastigkeit bemerkte man erst nach einer Stunde. Die Bordelektrik war da bereits ausgefallen und der Motor nicht mehr startbar. Das Boot kenterte. Alle wurden gerettet. Danach baute der Eigner eine Rettungsinsel ein und versah die Lenzöffnungen mit verschließbaren Ventilen.
- Gewicht gleichmäßig verteilen. Bei einseitiger Belastung krängt das Boot, und unbemerkt kann Wasser einströmen.
- Öffnungen unter der Wasserlinie oder knapp darüber mit verschließbaren Ventilen sichern, nie nur mit einer Gummilippe.
- Regelmäßig in die Bilge und den Motorraum schauen. Ein Bilgenalarm und eine funktionierende Lenzpumpe helfen.
- Sicherheitseinweisung auch für Gäste, Weste tragen, Rettungsinsel oder ein anderes Rettungsmittel an Bord.
- Wer nur aufs Angeln schaut, bemerkt Hecklastigkeit zu spät. Jemand muss die Lage im Boot beobachten.
